Unterweisung nach BetrSichV

Es sit nicht damit getan, Gefährdungen je nach Handlung und Status im Produktlebenszyklus zu identifizieren, zu mindern und zu dokumentieren. Die Menschen, welche mit dem Produkt umgehen müssen – die Zielgruppe – muß im Umgang mit dem Produkt unterwiesen werden. Dabei ist diese Veranstaltung mehr als die bloße Vermittlung von sicheren Verhaltensweisen, denn sie ist in den Paragraphen 4 und 12 des Arbeitsschutzgesetzes verankert.

Grundlage für die Unterweisung ist die Gefährdungsanalyse.

So sieht dies das Bundesarbeitsgericht mit Urteil vom 11.Januar 2001.

Damit eine Unterweisung erfolgreich und korrekt i.S.d. Gesetzes erfolgt, sind folgende Schritte notwendig:

  1. Unterweisungsbedarf erfassen
  2. Qualifizierungsbedarf erfassen für Führungskräfte und Beschäftigte
  3. Unterweisungsplan erstellen
  4. Vorbereitung der Unterweisung unter Hinzuziehung der Gefährdungsbeurteilung
  5. Inhaltliche Vorbereitung – neueste Erkenntnisse, neueste Rechtslagen dabei beachten
  6. Organisatorische Vorbereitug
  7. Durchführung der Unterweisung
  8. Nachbereitung und Dokumentation der Unterweisung, ggf. Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung
  9. Erfolgs- und Wirksamkeitskontrolle
  10. Betriebs- und Dienstvereinbarungen als Grundidee für den Prozess abschließen und umsetzen

Nicht selten sprechen die Menschen, welche an Maschinen und Anlagen arbeiten, Deutsch nicht als Muttersprache. Es ist daher von großer Wichtigkeit, Betriebsanweisungen und Unterweisung so zu gestalten, dass diese Menschen verstehen, um was es hier geht. Ggf, sind fremdsprachige Varianten der Dokumentation und Unterweisung anzufertigen.

 

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